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Soldatenfriedhöfe

Soldatenfriedhöfe

In den Jahren 1914-1915 zog der Große Krieg durch Małopolska und nahm unter den österreichisch-ungarischen und russischen Soldaten eine blutige Ernte ein. Gefallene und in Krankenhäusern Verstorbene wurden in vorübergehenden Feldgräbern oder auf provisorischen Friedhöfen beerdigt.
Die Gesellschaft appellierte schnell darum ihnen würdige Ruhestätten zu sichern und sie zu verewigen. In der Presse und in einzelnen Publikationen wurde die Frage des Schaffens und Verschönerns von Soldatenfriedhöfen aufgegriffen. Es wurde angenommen, dass jeder Gefallene im Rahmen der Möglichkeiten identifiziert und nachfolgend mit der einem Helden gebührenden Ehre begraben werden sollte, unabhängig davon, ob er zur eigenen Armee, oder der feindlichen gehörte. Die Nekropolien sollten ein Zeichen der Dankbarkeit gegenüber den Soldaten sein sowie eigentümliche Denkmäler zu ihrer Ehre. Davon, mit welchem Ernst an das Schaffen von Soldatenfriedhöfen herangegangen wurde, können die Worte zeugen, die zur Devise des Vorhabens wurden: „Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden” (Exodus 3,5).
In der zweiten Hälfte 1915 begann die österreichisch-ungarische Militärmacht mit dem Aufräumen der Schlachtfelder und dem Beseitigen der vorübergehenden Gräber. Diese Handlungen begünstigte auch die Situation an der Front – genau zu dem Zeitpunkt wurde aus einem bedeutenden Teil Galiziens die feindliche russische Armee zurückgedrängt. Am 3. November 1915 wurde im Wiener Kriegsministerium die Abteilung für Kriegsgräberstätten gegründet, in deren Obhut das ganze Vorhaben lag. Gleichzeitig wurden auch Regionaleinheiten gegründet, so wie die Krakauer Abteilung für Kriegsgräberstätten, der Westgalizien unterlag. Zu den Aufgaben dieser Einheiten gehörte das Erfassen von gefallenen Soldaten, das Exhumieren von Leichen und Sammeln an ausgewählten Orten sowie der Entwurf und Bau von Soldatenfriedhöfen .
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