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Die Erschaffer der Friedhöfe

Die Erschaffer der Friedhöfe

Knapp 40 Architekten und Bildhauer arbeiteten am Erschaffen der galizischen Soldatenfriedhöfe. Zu ihnen gehörten Persönlichkeiten von Rang wie:

Dušan Jurkovič (1886–1947) – slowakischer Architekt, Baumeister, Kultur- und Gesellschaftsaktivist. Er entwarf und realisierte in etwa 35 Kriegsnekropolien, die für die schönsten in ganz Galizien gehalten werden. Neben den Friedhofsplänen entwarf er ebenfalls ihre Bestandsmerkmale und Details, u.a. mehrere Versionen von hölzernen Grabkreuzen. Seine Inspiration nahm er aus dem regionalen Bauwesen, sowohl in Bezug auf die Form, als auch das Material (er nutzte gerne Holz). Einige der interessanteren Planungen aus seiner Feder sind die Friedhöfe Nr. 46 Beskidek in Konieczna, Nr. 51 auf dem Berg Rotunda bei Regietowo sowie Nr. 52 in Zdynia.

Gustav Ludwig (1876–1952) – Münchner Architekt mährischer Herkunft, küstlerischer Leiter des Bezirks Limanowa. Er entwarf u.a. den weitläufigen Friedhof Nr. 368 auf der Jabłoniec Anhöhe bei Limanowa und eine Kapelle im bäuerlichen Stil auf dem Friedhof Nr. 361 in Krasne-Lasocice. Bekannt war er ebenfalls als Schöpfer vieler Typen von Gusseisenkreuzen, die eine reiche Ornamentik charakterisierte und die in der Mehrheit der Friedhofsbezirke genutzt wurden.

Hans Mayr (1877–?) – deutscher Architekt und Bauingenieur, küstlerischer Leiter des Bezirks Gorlice. Er entwarf u.a. die Soldatenfriedhöfe Nr. 89 und 90 in Gorlice, Nr. 66 in Małastów, Nr. 70 in Owczary, Nr. 79 und 80 in Sękowa. Ebenfalls sein Projekt ist das häufig anzutreffende hohe Zentralkreuz aus Balken mit einer halbkreisförmigen Blechabdeckung.

Heinrich Karl Scholz (1880–1937) – ein vielseitig talentierter Bildhauer, künstlerischer Leiter und Hauptprojektant des Bezirks Tarnau. Er ist der Autor der Mehrzahl von Skulpturen und Flachreliefs in diesem Bezirk; er arbeitete sowohl mit Holz, als auch Stein. Seinen Plänen entsprechend entstanden u.a. die Friedhöfe Nr. 193 in Dąbrówka Szczepanowska, Nr. 185-187 in Lichwin und Nr. 191 in Lubcza.

Jan Szczepkowski (1878–1964) – polnischer Bildhauer, künstlerischer Leiter des Bezirks Łużna. Seine Werke sind u.a. die Grabdenkmäler im Quartier der ungarischen Soldaten auf dem Friedhof Nr. 123 in Łużna-Pustki sowie die ganze Raumplanung dieser Nekropolie. Szczepkowski entwarf auch den Friedhof Nr. 138 in Bogoniowice mit charakteristischen, symbolischen Basteien.

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